Ausstellungen 2006

Portraits Dalai Lama - Minka Hauschild

Bilder in der Ausstellung
Bilder in der Ausstellung

Vernissage im Tibethaus Frankfurt:

"Den Göttern so nah"

Zeichnungen von tibetischen Wandmalereien, sowie Portraits des Dalai Lamas

von Minka Hauschild, Düsseldorf

Donnerstag 6. Juli 2006, 19.30 Uhr
(Ausstellungsdauer bis 21.10.06)

Minka Hauschild, geboren 1962, studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf.

Die im Tibethaus ausgestellten Zeichnungen sind Abpausungen auf transparentem Seidenpapier von Wandmalereien aus dem uralten Kloster Tholing in West Tibet, die die Künstlerin unter abenteuerlichen Umständen hat herstellen können.

Des Weiteren werden Portraits des Dalai Lama in freier Gouache Technik gezeigt.

Die Vernissage findet im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 71. Geburtstages S.H. des XIV. Dalai Lama statt!

Moderne tibetische Kunst "Kalligraphie und Collagen"

Foto der Vernissage
Foto der Vernissage

Von Puntsok Tsering

Vernissage:

Am Freitag, dem 28. April 2006
um 19 Uhr mit einem Einführungsvortrag in die tibetische Schriftkunst

Ausstellungsdauer:
29. April - 25. Juni

Puntsok Tserings Arbeiten reflektieren seine Auseinandersetzung mit der eigenen Historie, aber auch mit westlichen und östlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten.

Obwohl Puntsok Tsering im kommunistisch dominierten Tibet aufgewachsen ist, hat er das Glück gehabt, in seiner Familie eine "klassische" tibetische Ausbildung erfahren zu können, zu der traditionell das Erlernen von verschiedenen Schreibstilen, das Komponieren von Gedichten und das Auswendiglernen von alten Texten gehört. Sehr früh jedoch fühlte er sich auch zur westlichen Kultur hingezogen.

Seitdem er in Deutschland lebt, bewegt er sich beiden kulturellen Sphären. Er ist eine Art Wanderer zwischen den beiden Welten geworden. So verfolgt er mit großem Interesse die kulturellen Entwicklungen der Tibeter im Exil, wo neue Poesie, Literatur und Musik zu finden sind, insbesondere jedoch die neuen Strömungen in Tibet selber - trotz der chinesischen Okkupation. Andererseits studiert er hier in Deutschland klassische und moderne Dichtung, sowie die zeitgenössische Kultur.

All diese kulturellen Einflüsse - aber auch das persönliche Thema der eigenen Identität, des Fremdseins und Vertrautseins - spiegeln sich in seinen Kollagen wider.

Er verwendet für seine Arbeiten dabei handgeschöpftes deutsches, japanisches oder nepalesisches Papier, Fragmente aus Broschüren, Zeitungen, die er schichtet, überklebt, aneinanderreiht und mit tibetischen Gedichten, Worten oder Zeichen überschreibt.

Dabei stützt er sich zumeist nicht auf die tibetisch-buddhistische Symbolik, sondern auf "normale" Alltagszeichen, denen er z.B. Aussagen der buddhistischen Erkenntnistheorie gegenüberstellt.

Jedes Bild birgt eine eigene Geschichte, die dem Betrachter erklärt werden muss.

Deshalb findet sich neben jeder Arbeit eine Übersetzung der tibetischen Texte ins Deutsche.

Einladungskarte als PDF

Photos von westtibetischen Wandmalereien

Göttin Dukar, Tholing, Westtibet
Göttin Dukar, Tholing, Westtibet

Bis zum 30. April 2006 zeigt das Tibethaus Frankfurt Photos von Wandmalereien aus Tibet, die Elke Hessel auf ihrer letzten Reise im September 2005 aufgenommen hat.

Es handelt sich bei den gezeigten Photos um zumeist Detailaufnahmen von Wandmalereien aus dem versunkenen Königreich Guge und aus dem berühmten Kumbum Chörten in der alten Handelsstadt Gyantse.

Das Königreich Guge wurde im 10. Jh. vom Dharma-König Yeshe Öd gegründet. Atisha weilte dort längere Zeit im 11. Jh. und gab der Verbreitung des Buddhismus weitere Impulse.

Die Wandmalereien haben stark kashmirischen Einfluss, der sich bis zum Untergang des Königreiches im 17 Jh. (Eroberung durch die Ladakhi) kaum veränderte.

Beim Gyantse Kumbum (tibetisch für "Hunderttausend Statuen" - bzw. Abbildungen von Gottheiten) Chörten handelt es sich um einen begehbaren Stupa mit 68 Kapellen, die von tibetischen Künstlern - vom Newari-Stil beeinflusst - im 15. Jh. ausgemalt worden sind. Ein Weltwunder - sowohl architektonisch als auch künstlerisch.