11.09.2008

Ausgabe 11.09.2008

Themenübersicht

Berichte und Nachrichten:

1. Dem Himmel so nah II
2. Nachruf auf Taktser Rinpoche
3. Reise zur inneren Quelle der Heilung
4. Tibethaus on tour in Frankfurt

Programm:

5. S.E. Dagyab Kyabgön Rinpoche im Choeling Hannover
6. Termine
7. Zitat der Woche

1. Dem Himmel so nah II

Am Donnerstag den 18.09.2008 um 19:30 Uhr wird Elke Hessel in der Kronberger Bücherstube einen Lichtbildvortrag zu den Religionen Tibets halten. Neben dem Buddhismus gibt es im tibetischen Kulturkreis die Bön-Religion, naturreligiöse Strömungen und einige wenige Muslime. Die Referentin wird eine Einführung und einen Überblick über die Vielfalt der Religionen in Tibet geben. Mit diesem dritten Vortrag zu Tibet organisiert vom Tibethaus stellt die Kronberger Bücherstube nach "Tibetischer Medizin" und "Landschaft und Kultur" eine weitere faszinierende Facette Tibets vor. Fragen und Anmeldungen richten Sie bitte an die Kronberger Bücherstube, Dirk Sackis, Friedrichstraße 71, 61476 Kronberg, Tel.: 06173 5670 oder an www.taunus-buch.de.

2. Nachruf auf Taktser Rinpoche

Taktser Rinpoche, der älteste Bruder des Dalai Lama, verschied am 5. September 2008 im Alter von 86 Jahren nach längerer Krankheit in seinem Wohnsitz im Bundesstaat Indiana in den USA. Er wurde 1922 in dem kleinen Dorf Taktser in der Provinz Amdo geboren und im Alter von drei Jahren vom 13. Dalai Lama als die Reinkarnation des Taktser Rinpoche erkannt und im Kloster Kumbum aufgenommen. Dort begann er seine monastischen Studien und wurde mit 27 Jahren zu dessen Abt ernannt. Nach seiner Flucht nach Indien war er zunächst der Vertreter des Dalai Lama in Japan. Später lehrte er an der Universität von Indiana und gründete dort 1979 das "Tibetan Cultural Center".

3. Reise zur inneren Quelle der Heilung
Autorenlesung und Seminar mit Françoise Guillot

Wie Phönix aus der Asche, so sei sie nach einer schweren Krankheit wieder aufgestiegen. Mit diesem Bild begann Françoise Guillot die Lesung aus ihrem Buch "Das Phönixtraining. Wege zur Transformation und Selbstheilung" am vergangenen Freitag im Tibethaus. Ihr Vortrag machte Mut: Auch bei schwer wiegenden Diagnosen muss man sich nicht hilflos ausgeliefert fühlen. Es gibt viele Möglichkeiten, die eigenen Selbstheilungskräfte gezielt zu stärken. Am Beispiel ihrer eigenen Geschichte stellte Françoise Guillot die Ziele und Methoden des von ihr entwickelten "Phönixtrainings" vor. Wer die Übungen nicht nur nachlesen wollte, kam an den beiden Folgetagen zum Seminar ins Tibethaus. Dort konnte man am eigenen Leib etwas über die verschiedenen Ansätze und ihre Wirkung erfahren. Das Fazit der Gruppe war einhellig: muss unbedingt fortgesetzt werden.

4. Tibethaus on tour in Frankfurt

Gleich zwei Infostände haben engagierte Tibethaus-Helfer an den vergangenen Wochenenden auf- und wieder abgebaut. Sowohl beim Museumsuferfest als auch beim Leipzigerstraßen - Fest waren wir präsent und informierten die Festbesucher persönlich oder mit Broschüren über das Tibethaus und sein Programm. Selbst vorübergehende Widrigkeiten wie beißender Essensgeruch vom Nachbarstand oder Nieselregen konnten unsere Stimmung nicht eintrüben. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

5. S.E. Dagyab Kyabgön Rinpoche im Choeling Hannover

 

12.- 14.9.2008
Freude erwecken - mit Freude handeln

Von unseren buddhistischen Lehrern lernen wir, dass jeder Mensch fähig ist, Freude zu entwickeln. Freude ist demnach keine Gabe oder kein zufälliger Gefühlszustand oder allein abhängig von äußeren Umständen, sondern die Wirkung bestimmter vorausgegangener Bemühungen. Das buddhistische Geistestraining gibt die Richtung vor, wie wir die Fähigkeit zur Entwicklung von Freude stärken können : wenn sich die Bemühung nicht so sehr um das Eigenwohl dreht, sondern die "Anderen" mit einbezieht oder sogar zur Hauptsache macht, wird dies zu einer Quelle des Glücks auch für uns selbst.

Die Praxis der Weißen Tara zielt darauf ab, lebensbedrohliche Hindernisse zu überwinden und das Leben zu verlängern. Vom buddhistischen Standpunkt aus ist ein langes Leben erwünscht, um auf dem Weg zur Befreiung weiter voran zu schreiten. Das Bild der Weißen Tara als Langlebens-Gottheit wird auch oft von Schülern den Lamas mit der Bitte dargebracht, lange weiterhin zum Wohle der unerleuchteten Menschen die Lehre des Dharmas zu geben.

Freitag 9 - 18 Uhr (Unterweisungen)
Sonnabend 9 - 18 Uhr (Unterweisungen)
Sonntag 9 - 13 Uhr Einweihung in (Jenang) die Weiße Tara
Teilnahmegebühr: Nichtmitglieder 70 €, Mitglieder 55 €
www.choeling.de

6. Termine 

  • 12.09.2008 | Einführung in die Tibetische Medizin | Öffentlicher Vortrag | Amchi Tsetan
  • 19.09.2008 | Meditation - Gedanken eines großen Meisters | Öffentlicher Vortrag | S.E.Dagyab Rinpoche
  • 20.-21.09.2008 | Meditation - Erfahrung mit dem Geist | Seminar | S.E. Dagyab Rinpoche
  • 26.09.2008 | Wenn Praktizierende leiden... | | Vortrag | Christina Lux
  • 27.09.2008 | Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach Prof. Jon Kabat-Zinn - MBSR für Fortgeschrittene | Übungstag | Angelika Wild-Regel
  • 03.- 05.10.2008 | Wie viel Erleuchtung braucht der Mensch? | Seminar | Dr. Birgit Schweiberer
  • 05.10.2008 | Indien zu Gast im Tibethaus - Das Kloster Tabo in Spiti | Empfang und Multimediashow| Elke Hessel und Peter van Ham

7. Zitat der Woche

"Da uns das Einfühlungsvermögen genauso wie die Urteilsfähigkeit angeboren ist, verfügt das Mitgefühl über dieselben Eigenschaften wie das Bewußtsein selbst. Deshalb sind wir in der Lage, das Mitgefühl konstant und dauerhaft zu entwickeln." aus: Das Buch der Menschlichkeit vom Dalai Lama