12.11.2009

Ausgabe 12.11.2009


Themenübersicht

Berichte und Nachrichten:

1. Ihr habt die Gewehre, ich einen Stift
2. 52. öffentliche Veranstaltung der Deutsch-Tibetischen Kulturgesellschaft

Programm:

3. Wissenschaft und Buddhismus im Dialog
4. Tibethaus nimmt an den Interkulturellen Wochen der Stadt Frankfurt teil
5. Termine
6. Zitat der Woche

1. Ihr habt die Gewehre, ich einen Stift

Tsering Woeser ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Tibets. Nach dem Studium der chinesischen Literatur war sie zunächst Reporterin in Kantse und später in Lhasa. Aufgrund ihrer offen regimekritischen und protibetischen Haltung war sie dann 2003 gezwungen, Tibet zu verlassen und sich in Beijing niederzulassen, wo sie mit ihrem Mann, Wang Lixiong, einem bekannten chinesischen Schriftsteller, lebt.

Obwohl sie ihre Arbeit verlor und teilweise unter Hausarrest stand, ist sie in den letzten Jahren vor allem durch ihre Blogs mit der Welt in Kontakt getreten, in denen sie unermüdlich und unerschrocken über Tibet berichtet.

Ihr neuestes Buch mit dem Titel "Ihr habt die Gewehre, ich einen Stift" , das eine präzise Chronologie der Ereignisse in Tibet seit den Unruhen im März 2008 aufzeigt, ist im Oktober im Lungta Verlag erschienen und kann auch im Tibethaus Shop erworben werden.

2. 52. öffentliche Veranstaltung der Deutsch-Tibetischen Kulturgesellschaft
    Sonntag, 15.11.2009, Universitätsclub Bonn, Konviktstr. 9, Bonn, 14 - 18 Uhr

Programm: Tsewang Norbu: Die Tibeter und die Tibetfrage während der 80er und 90er Jahre in Deutschland

"Wer ist die Schönste im ganzen Land?"  Miss Tibet im Exil. Film von Tibet Motion Pictures & Arts und Lobsang Wangyal 

Klemens Ludwig: Wenn der Eisenvogel fliegt - Biographien tibetischer Exilanten 

Emilia R. Sulek: Auf Joseph Rock’s Spuren im Land der Golok-Nomaden (Amdo)

3. Wissenschaft und Buddhismus im Dialog -
    Ethische Fragen im Zusammenhang mit der Stammzellenforschung

Embryonale Stammzellen stehen im Interesse der entwicklungsbiologischen Forschung. Daran knüpfen sich Hoffnungen an die Entwicklung neuartiger Therapieverfahren, aber auch auf wirtschaftliche Vorteile. Demgegenüber bestehen erhebliche ethische Bedenken.

Der Forscher Prof. Faissner von der Ruhr Universität in Bochum wird zunächst ein Referat halten über Grundlagen, Ziele und aktuelle Kontroversen der Stammzellbiologie. Daran wird Franz Johannes Litsch, Architekt aus Berlin und Mitglied des Vorstandes der Buddhistischen Akademie in Berlin aus der kritischen, buddhistischen Sicht mit dem Thema anknüpfen: Wie wir uns selbst erschaffen - Buddhismus und Stammzellenforschung. Beide Referenten treten anschließend in einen Dialog und stellen sich den Fragen des Publikums.
Ort  | Tibethaus
Zeit | Freitag, 13. November, 19:30 Uhr

4. Tibethaus nimmt an den Interkulturellen Wochen der Stadt Frankfurt teil

Klemens Ludwig liest aus seinem neuen Buch: "Wenn der Eisenvogel fliegt" - Das Leben der Tibeter im Exil. Sehr lebendig, mit viel Sachkenntnis und voller Empathie beschreibt er anhand von einzelnen Lebensgeschichten das Schicksal der Tibeter und Tibeterinnen. Anschließend gibt es Zeit für Fragen und Antworten sowie Diskussion bei Tee und Gebäck!

Donnerstag 19. November 2009, 19.30 bis 21.00 Uhr

5. Termine

  • 13.11.09 | Ethische Fragen im Zusammenhang mit der Stammzellenforschung | Vorträge und Diskussion | Professor Faissner und Franz Johannes Litsch | 19:00 - 21:00 |
  • 14.11.09 | Einführung in Tara Rokpa | Workshop | Marga Spinner | 10:00 - 17:00|
  • 19.11.09 | "Wenn der Eisenvogel fliegt" | Lesung| Klemens Ludwig | 19:30 - 21:30 | * 20.11.09 | Geld und Identität | Leben in der Wirtschaftskrise | Öffentlicher Vortrag | Sylvia Wetzel |
  • 21.11.09 - 22.11.09 | Geld und Identität | Übungstage | Sylvia Wetzel | 10:00 - 17:00 |
  • 30.11.09 | Einführung in die Meditation | Seminar| Birgit Justl und Martin Brüger | 19:30 - 21:00 |

6. Zitat der Woche

"Wenn wir feststellen, daß alles, was wir wahrnehmen und erfahren, aus einer unendlichen Verkettung von Ursachen und Bedingungen rührt, dann verändert sich unsere gesamte Perspektive. Wir beginnen zu verstehen, daß man das Universum, das wir bewohnen, wie einen lebenden Organismus betrachten kann." aus: "Das Buch der Menschlichkeit" von S.H.Dalai Lama