Ornament der klaren Erkenntnisse (Abhisamayalamkara)

Ornament der klaren Erkenntnisse (Abhisamayalamkara)

Ein vertiefendes Aufbaustudienprogramm

Leitung: Shenphen Rinpoche und Claudia Frey, Konzeption: Claudia Frey

© Tibethaus
© Tibethaus

Grundlagen

So wie ein Vogel nur mit beiden Flügeln das weite Meer überqueren kann, so können wir nur mit den zwei notwendigen Voraussetzungen, der Vollkommenheit der Weisheit (Erkenntnis der Leerheit) und den geschickten Methoden (den sogenannten Fünf Pfaden), den „Ozean unseres eigenen Leidens“ überqueren, um Erleuchtung zu erlangen.

Das Sutra von Buddha Shakyamuni ‘die Vollkommenheit der Weisheit’ lehrt diese beiden Aspekte in grosser Tiefe und Vielfalt und wird vom indischen Meister Maitreya in seinem wichtigen philosophischen und psychologischen Grundlagentext ‘Ornament der klaren Erkenntnisse’ zudem weiter erläutert. Die Texte zeigen uns die Qualitäten eines Buddhas in ihrer Grossartigkeit auf und ermutigen uns, diese ebenfalls zu entfalten. Wir haben das Potential auch in uns und wenn wir die im Text beschriebenen Methoden anwenden und die Fünf Pfade begehen, können wir die gleichen Qualitäten entwickeln.

Das ‘Ornament der Klaren Erkenntnisse‘ wird in den tibetischen Klosteruniversitäten über viele Jahre hinweg studiert und ist vor allem in der Gelugpa Schule als wichtiges Grundlagenwerk des Mahayana hochgeschätzt. Es bildet die Grundlage für alle Texte der Lamrim Stufenwege.

Zielsetzung und Nutzen

Am Ende des Studiums haben die Teilnehmenden ein klareres Verständnis der Kernthemen der Sutras der Vollkommenheit der Weisheit und damit des Lamrim, ihr Vertrauen in die buddhistische Philosophie und Psychologie haben dank vielfältiger Erkenntnisse und Erfahrungen zugenommen, so dass die Freude an der täglichen Praxis gewachsen ist.

Das Aufbaustudienprogramm bietet die Möglichkeit, die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen der Weisheit sowie den Weg, der zur Buddhaschaft führt, zu vertiefen. Dies geschieht anhand vielschichtiger Textauszüge zu Mitgefühl und Bodhicitta, zu den Zwei Wahrheiten, den Vier Edlen Wahrheiten, zur Zuflucht, den zehn Bodhisattva-Stufen, den Fünf Pfaden, usw. sowie zu den unermesslichen Qualitäten der Vier Körper und des Geistes eines Buddhas.

Methodisch-didaktischer Ansatz

Im Studienprogramm werden sich traditionell tibetische Lehrweise sowie didaktische Methoden der modernen Erwachsenenbildung ergänzen. So sollen die Teilnehmenden dabei unterstützt werden, sich die tiefgründigen und verdichteten Inhalte vielseitig anzueignen und für den Alltag nutzbar zu machen.

Ausbildungsstruktur

Fünf Elemente bilden das Studienprogramm, wirken ergänzend zusammen und helfen, die Inhalte zu verinnerlichen. Das Studium umfasst zehn Wochenenden und zehn Vertiefungsabende. Vier Ergänzungswochenenden können dazu gebucht werden, so dass das Gesamtprogramm von 20 auf 28 Tage anwächst. Dazu kommen Selbstlernzeit in Lerngruppen (16h/2 Tage), eine freiwillige Schlussarbeit (2-3 A4 Seiten) und ein freiwilliges Abschlussretreat (5 Tage).

Die fünf Elemente im Einzelnen:

1. Zehn Wochenenden mit Unterweisungen (WE)

Zehn Wochenenden mit Unterweisungen (WE) von Ehrw. Shenphen Rinpoche

Schwerpunktthemen aus den Kapiteln des ‚Ornamentes der klaren Erkenntnisse‘ werden dargelegt und erläutert. Dazu kommen Gruppenarbeit und Meditationen von Dharma-Tutoren angeleitet.

Samstag und Sonntag, vor Ort und per Zoom

Zeit │ Samstags 12 (10) bis 18.30 (18) Uhr; Sonntags 9.30 bis 13.30 Uhr

2. Zehn Vertiefungsabende (VT)

Zehn Vertiefungsabende (VT) mit Claudia Frey und Boris Unterer (Master Programm AbsolventInnen)

Relevante Themen werden wiederholt und Fragen dazu besprochen. WE und VT bilden eine Einheit.

Montagabend nur per Zoom

Zeit │ 19 bis 21 Uhr

3. Vier Ergänzungswochenenden (E WE)

Vier Ergänzungswochenenden (E WE) mit Claudia Frey

Anhand interaktiver Methoden der modernen Erwachsenenbildung werden essenzielle Themen des Textes gemeinsam workshop-artig erarbeitet. Durch die aktive Mitwirkung der Teilnehmenden werden die Inhalte gut im eigenen Gedächtnis verankert, so dass sich intellektuelles Verstehen ganzheitlich verinnerlichen kann. Diese vier Wochenenden sind optional und beschränkt auf maximal 20 TN.

Samstag und Sonntag vor Ort (nicht per Zoom)

Zeit │ Samstags 12 (10) bis 18.30 (18) Uhr; Sonntags 9.30 bis 13.30 Uhr

4. Lerngruppen, Abschlussarbeit und Zertifikat

· Lerngruppen: Zusätzlich zu den Vertiefungsabenden organisieren sich die Teilnehmenden in Lerngruppen und setzen sich selbstorganisiert mit einem Thema ihrer Wahl auseinander. Zeitaufwand: mindestens 16 Stunden. 

· Abschlussarbeit: Bis zum Ende der Ausbildungszeit wird eine Arbeit zu einem persönlich relevanten Thema des Studiums geschrieben. Umfang: zwei bis max. drei A4 Seiten.

· Teilnahmebestätigung: alle TN erhalten am Ende des SP eine Teilnahmebestätigung, sofern sie an den 10 WE, inkl. der Vertiefungsabende teilgenommen haben.

· Zertifikat: Für das Zertifikat ist die Teilnahme an allen 14 Wochenenden, sowie das Absolvieren aller theoretischen und praktischen Arbeiten erforderlich. Der Platz für die Teilnahme an den Ergänzungswochenenden wird in der Reihenfolge nach Eingang der Anmeldungen reserviert.

· Abschlussretreat: optional

. Weitere, ausführliche Informationen dazu erhalten die TN zu Beginn des Studiums.

 

 

5. Abschlussretreat

Abschlussretreat (5 Tage im Berghof) um die Essenz des gesamten Studienprogramms zu verinnerlichen und den persönlichen Nutzen zu festigen. Der Abschlussretreat ist optional, wir empfehlen jedoch, diesen wenn möglich mitzumachen, da es eine wunderbare Möglichkeit ist, das ganze Studienprogramm abzurunden.

Leitung: Claudia Frey und Boris Unterer

Informationsabende

Shenphen Rinpoche und Claudia Frey stellen das Studienprogramm vor und beantworten Ihre Fragen.

Donnerstag, den 2. Dezember 2021 und Donnerstag, den 27. Januar 2022,
19.30 bis 21 Uhr im Tibethaus.

Ihre inhaltlichen Fragen beantwortet Claudia Frey: frey(at)tibethaus(dot)com
Organisatorische Fragen bitte an: info(at)tibethaus(dot)com


Veranstaltungstipp!!!

Als Vorbereitung zu diesem Studienprogramm bieten wir ein Wochenendseminar zu den Vier Philosophischen Schulen des Buddhismus (Tenets) an.

Termin: Sa/So 19./20.3.2022

Die vier philosophischen Schulen im Buddhismus

Leitung | Tenzin Peljor

Kenntnisse über die vier philosophischen Schulen des tibetischen Buddhismus (Vaibashika, Sautantrika, Chittamatra, Madyamaka) spielen im ‘Ornament der klaren Erkenntnisse’ eine wichtige Rolle. Die vier Schulen zeigen vor allem die Stufen auf, die wir kennen und durchschreiten müssen, wenn wir die letztendliche Wirklichkeit (die direkte Erkenntnis der subtilsten Art der Leerheit) verstehen und realisieren wollen. Sie zeigen uns auf, wie wir vorgehen und Schritt für Schritt die Fehler unseres Denkens korrigieren können. Deshalb lernen und vertiefen die Teilnehmenden des Studienprogrammes, sowie weitere interessierte Personen, an diesem Wochenende die vier Schulen mit ihren unterschiedlichen Anschauungen.

Lehrende und Übersetzer

Ehrw. Shenphen Rinpoche ist ein Gelugpa-Lehrer der jüngeren Generation, der in den Klöstern Ratö und Drepung seine philosophische Ausbildung absolviert und als Geshe Lharampa, dem höchsten Abschluss, beendet hat. Vom spirituellen Leiter und Gründer des Tibethauses, S. E. Dagyab Kyabgön Rinpoche, dem er sehr eng verbunden ist, wurde Shenphen Rinpoche eingeladen, nach Deutschland zu kommen und als Leiter des Bereichs Buddhismus im Tibethaus zu wirken. Seit 2017 lehrt er hier in Frankfurt fortlaufend unterschiedliche Studienprogramme und zeichnet sich dabei durch sein großes Fachwissen, gepaart mit Erfahrung, Bescheidenheit und Warmherzigkeit aus. Rinpoche lehrt in Tibetisch und wird ins Deutsche übersetzt. Er spricht ein wenig Englisch und Deutsch.

Claudia Frey studiert und praktiziert die tibetisch-buddhistische Philosophie und Psychologie seit 1981. Sie ist Tutorin im Tibethaus Deutschland und langjährige Schülerin von Dagyab Rinpoche, dem Dalai Lama und anderen Lehrer/innen. Es ist der wissenschaftlich humanistische Ansatz, der im Buddhismus ausgeprägt ist, und jenseits von Religionen reicht, den sie vertritt. Sie ist ausgebildete Lehrerin, Therapeutin, Supervisorin/Coach, seit 1997 freiberuflich tätig und lebt auf einer Alp in der Schweiz. 2020 hat sie ein 12jähriges Studium (FPMT Masters Program), das sie in einem Kloster in Frankreich sowie in Indien gemacht hat, abgeschlossen. Das ‚Ornament der Klaren Erkenntnisse‘ studierte sie in ihrer Ausbildung intensiv während drei Jahren.

Boris Unterer, Dipl. Ing., Lehrassistent,- Informatik-/ Klimatologie Studium. Seit 1999 Schüler von Dagyab Rinpoche, Dharmatutor im Tibethaus Frankfurt, Textpublikationen und -übersetzungen - 7 Jahre FPMT Masters Program Studium: Paramita, Madhyamaka, Abhidharma, Pramana und Tantra - Madhyamaka Studium bei Prof. Hopkins.

Robert Jandaka, Heilpädagoge und Musiker, seit 1982 Praxis und Studium verschiedener Schulen des tibetischen Buddhismus. 13 Jahre buddhistischer Mönch, Dharma-Tutor, Kurs- und Retreatleitung in Sutra und Tantra.

Tashi Penpa (Übersetzer) ist ein in der Schweiz lebender Tibeter und arbeitet in der Krankenpflege und Drogentherapie. Er praktiziert und studiert engagiert den buddhistischen Pfad und übersetzt seit vielen Jahren im Tibethaus und anderen Zentren Unterweisungen tibetischer Lamas ins Deutsche. Er ist begeistert vom Ornament der Klaren Erkenntnisse und freut sich sehr auf ein vertieftes Studium dieses Werkes.

Veranstaltungsorte

Alle Wochenendseminare finden im Tibethaus Deutschland in Frankfurt, sowie online, statt. Vertiefungsabende finden ausschließlich online statt. Die vier E WE findet nur vor Ort im Tibethaus Frankfurt statt. Der Abschlussretreat wird im Retreathaus Berghof durchgeführt werden. Das Retreathaus liegt in idyllischer Lage am Rande des kleinen Spessartdorfes Wiesen, etwa eine Fahrstunde von Frankfurt am Main entfernt.

Termine des Studienprogramms 2022-2024 im Überblick

Wochenendseminar mit Shenphen Rinpoche u. a.      WE 1 bis 10
VertiefungsabendeVT 1 bis 10
ErgänzungswochenendeE WE 1 bis 4

Retreat

2022

WE 1               Sa/So 7./8.5.22

VT Abend 1    Mo 20.6.22

 

WE 2               Sa/So 25./26.6.22

E WE 1           Sa/So 27./28.8.22

VT Abend       Mo 19.9.22

 

WE 3               Sa/So 24./25.9.22

VT Abend 3    Mo 31.10.22

 

WE 4               Sa/So 5./6.11.22

VT Abend 4    Mo 5.12.22

 

WE 5               Sa/So 10./11.12.22

2023

E WE 2           Sa/So 4./5.2 23

VT Abend 5    Mo 13.3.23

 

WE 6               Sa/So 18./19.3.23

VT Abend 6    Di 2.5.23

 

WE 7               Sa/So 6./7.5.23

E WE 3           Sa/So 17./18.6.23

VT Abend 7    Mo 31.7.23

 

WE 8               Sa/So 5./6.8.23

VT Abend 8    Mo 18.9.23

 

WE 9               Sa/So 23./24.9.23

E WE 4           Sa/So 11./12.11.23

2024

VT Abend 9    Mo 8.1.24

 

WE 10             Sa/So 13./14.1.24

VT Abend 10  Mo 19.02.24

 

Retreat            24.2. – 29.2.24

Themen der einzelnen Wochenenden

WE 1

Einführung

Die Teilnehmenden erfahren an diesem Wochenende den Ursprung und die Geschichte des ‘Ornament der klaren Erkenntnisse’ und lernen die Überlieferungs- und Kommentarlinie des Textes von Maitreya bis zu Panchen Sonam Dragpa kennen. Ebenfalls wird hier eine Übersicht über die acht Kapitel, acht klaren Erkenntnisse und ihre Zusammenhänge gegeben.

Zudem werden die drei Räder des Dharmas, die Unterscheidung von interpretativen und definitiven Sutras und die vier Arten der Vollkommenheit der Weisheit erläutert.

WE 2

1. Kapitel, Erhabene Gewissheit über alle Aspekte  

(Mahayana-Erleuchtungsgeist: die zwei Arten von Bodhicitta; Mahayana-Anweisungen: die zwei Wahrheiten)

Um die Allwissenheit eines Buddha zu erlangen ist es unabdingbar die acht klaren Verwirklichungen, welche in den acht Kapiteln des ‘Ornament der klaren Erkenntnisse’ aufgezeigt werden, in sich zu entwickeln.

Die Allwissenheit ist eine Weisheit, welche ihre höchste Stufe erreicht hat. Sie ist sich neben der letztendlichen Natur gleichzeitig auch aller konventionellen Erscheinungen gewiss. Das erste Kapitel, das diese Weisheit thematisiert, ist so wesentlich, dass die ersten drei Wochenenden dafür vorgesehen sind. 

Das erste Wochenende erläutert zunächst den konventionellen Mahayana-Erleuchtungsgeist (Bodhicitta) und dessen Entwicklung durch die beiden Methoden der ‘sieben Ursachen und ihr Resultat’ von Asangha und vom ‘Austauschen von Selbst und anderen’ des Meisters Shantideva. Auf dieser Grundlage beginnen mit den zehn Mahayana-Anweisungen: die Zwei Wahrheiten - die konventionelle und die absolute Wahrheit, welche hier hauptsächlich gemäss der philosophischen Svatantrika-Madhyamaka Schule präsentiert werden. Bodhicitta und ein klares Verständnis der zwei Wahrheiten bilden die Grundlage einer wirkungsvollen Dharmapraxis.

WE 3

1. Kapitel, Erhabene Gewissheit über alle Aspekte  

(Mahayana-Anweisungen: die Vier Edle Wahrheiten; Zuflucht)

Dieses Wochenende behandelt die Vier Edlen Wahrheiten mit ihren 16 Aspekten, welche gekannt (Wahres Leiden), aufgegeben (Wahrer Ursprung des Leidens), verwirklicht (Wahre Beendigung des Leidens) und ausgebildet werden müssen (Wahre Pfade).

Aufbauend auf diese Grundlage werden anschliessend die Zufluchtnahme mit ihren jeweils acht Merkmalen von Buddha, Dharma und Sangha erklärt, die Unterscheidung von ursächlicher und resultierender Zuflucht, wie auch, wie Zuflucht durch die eigene Schulung entwickelt werden kann.

WE 4

1. Kapitel, Erhabene Gewissheit über alle Aspekte  

(Mahayana-Anweisungen: die natürlich angelegte Buddha-Linie usw.)

An diesem Wochenende betrachten wir die natürlich angelegte Buddha-Linie – auch als Buddhanatur bekannt - noch unter einem weiteren Gesichtspunkt: ihrer spezifischen Eigenschaft auf dem Mahayana-Pfad der Vorbereitung. Danach werden die Vier Unermesslichkeiten und die Drei Arten von Mitgefühl erläutert.

WE 5

2. und 3. Kapitel, Gewissheit über Pfade und Gewissheit über Grundlagen

(die 10 Bhumi-Ebenen eines Bodhisattvas; vorläufige und letztliche Fahrzeuge; die Weisheit, welche vom Extrem des Daseinskreislauf befreit und Mitgefühl, welches das Extrem des Friedens verhindert)

An diesem Wochenende lernen wir die Pfade kennen, welche ein Arya-Bodhisattva entwickeln muss, um eine Gewissheit über alle Aspekte zu erlangen. So entwickelt sie oder er in sich die Hörer-, Alleinverwirklicher- und Mahayana Pfade vollständig, und erkennt auch die Grundlagen – die Vier Edlen Wahrheiten mit den 16 Aspekten usw. - als frei von einem autonomen und substantiell existierenden Selbst oder von Dualität. 

Wir werden erörtern, ob es eines oder mehrere letztendliche Fahrzeuge gibt. Zudem werden wir sehen, wie die Weisheit, welche die Selbstlosigkeit versteht, vom Extrem des Daseinskreislauf befreit und wie Mitgefühl verhindert im Extrem des Friedens von persönlichem Nirvana zu verweilen.

WE 6

4. Kapitel, Vollständige Anwendung 

(173 Erkenntnis-Aspekte; 37 Faktoren, die zur Erleuchtung ausgerichtet sind; 4 Maras; 39 aussergewöhnliche Aspekte eines Buddhas)

Am sechsten Wochenende lernen wir die 173 Erkenntnis-Aspekte eines Bodhisattva kennen, dank der sie oder er in Zukunft alle dualistischen Ansichten und Geistesgifte vollständig beseitigen kann, um die Allwissenheit zu erlangen. Weiter werden wir uns den 37 Faktoren, die zur Erleuchtung ausgerichtet sind, den 4 Maras und den 39 aussergewöhnlichen Aspekten eines Buddhas zuwenden.

WE 7

4. Kapitel, Vollständige Anwendung (Qualitäten, Fehler, Charakteristik, Pfade etc. der Anwendungen)

An diesem Wochenende werden die ausgezeichneten Qualitäten, die Merkmale, die Fehler usw. der Anwendungen, welche Schulungen oder Yogas sind, erklärt. Dazu lernen wir den Mahayana-Pfad der Ansammlung, den ersten der fünf Mahayana Pfade kennen, den Beginn der Ansammlungen von Verdiensten über den Zeitraum von drei grossen Äonen. Weiter wird der zweite Mahayana Pfad, der Pfad der Vorbereitung, mit seinen vier, bzw. 12 Stufen vorgestellt. Zudem hören wir von den Eigenschaften der Bodhisattvas, welche so hoch entwickelt sind, dass sie Zeichen der Unwiderruflichkeit von Erleuchtung zeigen. Wir verstehen ihre spezielle Anstrengung, die Gleichheit von zyklischer Existenz und Frieden zu erlangen, welche die Ursachen sind für den Dharmakaya, sowie für den vollständigen Genusskörper (Sambhogakaya) eines Buddhas in ihrem oder seinem Reinen Land.

WE 8

5. Kapitel, Überragende Anwendung (drei Ebenen der Konzentration; Allgemeines und spezifisches Abhängiges Entstehen; 12 Glieder; Argumentation, usw.)

Am 8. Wochenende geht es um die Überragende Anwendung, in welcher der Bodhisattva in der Meditation Kontrolle über die 173 Aspekte erlangt hat. Wir werden die drei Ebenen der Konzentration sowie deren gleichzeitigem Wahrnehmen und Erkennen im Chittamatrasystem betrachten und allgemeine sowie spezifische Gesichtspunkte des Abhängigen Entstehens, wie zB die 12 Glieder kennen lernen.

Ebenfalls wird in diesem Zusammenhang eine oder mehrere Arten von Argumentation – Eines oder Vieles - vorgestellt werden.

WE 9

6. und 7. Kapitel, Schrittweise Anwendung und Augenblickliche Anwendung (die sechs Vollkommenheiten; die sechs Themen der Besinnung usw.)

An diesem Wochenende geht es um die sechste, die schrittweise Anwendung, in welcher die 173 Aspekte aufeinander folgend meditiert werden, um Stabilität in ihnen zu erlangen. Dabei geht es hauptsächlich um die 6 Vollkommenheiten und die 6 Themen der Besinnung. Weiter lernen wir auch die 7. Anwendung kennen, in denen ein Bodhisattva fähig wird, alle 173 Aspekte in einem Augenblick zu meditieren.

WE 10

8. Kapitel, Resultierender Weisheitskörper (Natur-, Genuss-, Aussendungs- und Weisheitskörper)

Nachdem der Bodhisattva alle 173 Aspekte in einem Augenblick in Meditation erzeugen kann, wird sie oder er im nächsten Augenblick Erleuchtung im klaren vollständigen Dharmakaya eines Buddhas erlangen. Am letzten Wochenende werden wir die wunderbaren Qualitäten eines Buddhas kennen lernen: die vier erhabenen Körper mit ihren 32 Merkmalen, den 80 Beispielen, den 21 Arten von Weisheiten und den 27 edlen Aktivitäten.

EGW (Ergänzungswochenende)

EGW 1-4       

An diesen vier Wochenenden werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, die Hauptthemen des ‘Ornament der klaren Erkenntnisse’-Studienprogrammes in hauptsächlich westlicher Art und Weise, doch in Anlehnung an die tibetische Praxis des Debattierens, zu vertiefen. Durch methodische Vielfalt von Erörtern, Hinterfragen, Recherchieren, Diskutieren, Meditieren usw. in Einzel-, Gruppen- und Plenumsarbeit, kann das intellektuelle Verständnis, das durch vorheriges Hören erlangt wurde, in Fühlen und Handeln einsinken. Es ist wie im Prozess der Nahrungsaufnahme, in dem die Nahrung zuerst gegessen wird, danach aber in einem aufwändigen Verfahren zerkleinert und verdaut werden muss, damit der Körper die Essenz der Nahrung auch tatsächlich aufnehmen kann.

Ziel ist es, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, ihr Verständnis so weit zu vertiefen und zu verinnerlichen, dass sie in ihrer Praxis und im Alltag erwünschte positive Veränderungen wahrnehmen können.

Erfahrungsberichte von Studenten des Ornaments

«Der Text ist vielschichtig und verflochten und trägt in sich wie eine Mutter alles, was es im Buddhismus zu wissen und erfahren gibt. Man sagt, wenn man das Ornament studiert hat, dass in der Folge alle anderen Texte leicht zu lernen sind - und wenn man das Ornament durch und durch versteht, man schliesslich die Buddhaschaft erlangt hat. Die vielfältigen Präsentationen, Gliederungen schärfen nicht nur den eigenen Geist, die genauen Definitionen befähigen einen auch, sich tief mit verschiedenen Buddhistischen Inhalten auseinanderzusetzen, sie zu differenzieren und sich qualifizierte Meinungen zu bilden - aber auch, die eigenen Fehler und Anschauungen letztlich selbst korrigieren zu können.

Mit dieser wertvollen Selbstbefähigung, verbunden mit der Ausrichtung nach der letztlichen Befreiung von sich selbst und anderen, hat man nach dem Hören bzw. Studieren auch die kraftvollen Mittel in der Hand, über alle Themen zu reflektieren und meditieren. Auch wenn das eigene Verständnis des Textes, solange wir nicht vollständig befreit sind, immer limitiert sein wird, so kann ich allen von Herzen raten, die ernsthaft dem Buddhistischen Weg folgen möchte, sich diesem Text, dem Ornament der Klaren Erkenntnisse zu widmen».


«Das Studium hat mich tief berührt. Ich erhielt einen Überblick über den gesamten Stufenweg und konnte mir das erste Mal richtig vorstellen, welches Ziel ich eigentlich seit Jahren anstrebe. Ein Merkmal dieses Textes ist die ausführliche Darlegung der Eigenschaften von Buddha’s Körper, Sprache und Geist. Dadurch bekam ich einen Geschmack davon, was es heisst meine eigenen Qualitäten zu entwickeln und diese dank kontinuierlicher Praxis nach und nach zur Vollkommenheit zu bringen. Ich konnte mir plötzlich vorstellen, dass auch ich - und wir alle - unsere geistigen Fähigkeiten unendlich entwickeln können, in dem wir unser alltägliches Denken über die Welt und uns selbst überprüfen und korrigieren, wo sie nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Und ich begann die Bedeutung vom Erleuchtungsgeist (bodhicitta) zu fühlen, die notwendige Kraft, um das Ziel zu erreichen, die Wirklichkeit immer mehr so wahrzunehmen, wie sie ’wirklich’ ist.

Dank diesem Studium glaube ich, dass ich unnötige Anhaftung in meinem Leben reduzieren und etwas mehr Gelassenheit aufbauen konnte. Ich habe durch die tägliche Praxis grosse Freude und Vertrauen entwickelt, den Stufenweg gehen zu können und das Ziel von unveränderbarem Frieden und Glück in Zukunft auch zu erreichen. Dafür bin ich sehr dankbar».

Kosten

Option 1

10 Wochenendseminare inkl. Vertiefungsabende

Mitglieder 840 Euro │ Nicht-Mitglieder 1400 Euro │ermäßigt 560 Euro

 

Option 2

Option 1 plus die 4 Ergänzungswochenenden

Mitglieder 1140 Euro │ Nicht-Mitglieder 1900 Euro │ ermäßigt 760 Euro

 

Option 3

Zu Option 1 oder 2 kommt jeweils der Abschlussretreat hinzu.

Mitglieder 150 Euro │ Nicht-Mitglieder 250 Euro │ ermäßigt 100 Euro

Zuzüglich Kost und Logis.

Anmeldung, Anmeldeschluss

Für alle Wochenendseminare unter www.tibethaus.com oder per E Mail an info(at)tibethaus(dot)com

Für den Retreat meldet man sich direkt im Berghof an: www.retreathaus-berghof.de
Anmeldeschluss: 7. April 2022

Ratenzahlung ist möglich.