Ornament der klaren Erkenntnisse (Abhisamayalamkara)

Ornament der klaren Erkenntnisse (Abhisamayalamkara)

Ein vertiefendes Aufbaustudienprogramm

Leitung: Shenphen Rinpoche, Claudia Frey u. a.

© Tibethaus
© Tibethaus

So wie ein Vogel nur mit beiden Flügeln das weite Meer überqueren kann, so können wir nur mit den zwei notwendigen Voraussetzungen, der Vollkommenheit der Weisheit (Erkenntnis der  Leerheit) und den geschickten Methoden (den sogenannten Fünf Pfaden), den „Ozean unseres eigenen Leidens“ überqueren, um Erleuchtung zu erlangen. 

Das Studienprogramm ‚Ornament der klaren Erkenntnisse‘ basiert auf dem wichtigen philosophischen und psychologischen Grundlagentext des indischen Meisters Maitreya, der uns diese beiden Aspekte in grosser Tiefe und Vielfalt näherbringt.  

Der Text zeigt uns die Qualitäten eines Buddhas in ihrer Grossartigkeit auf und ermutigt uns diese ebenfalls zu entfalten. Wir selbst haben das Potential auch in uns und wenn wir die im Text beschriebenen Methoden anwenden und die Fünf Pfade begehen, können wir die gleichen Qualitäten entwickeln.

Dieses Studien- und Praxisprogramm  bietet die Möglichkeit die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen der Leerheit sowie dem Weg, der zur Erleuchtung führt zu vertiefen. Dies geschieht anhand vielschichtiger Textauszüge zu Mitgefühl und Bodhicitta, zu den Zwei Wahrheiten, den Vier Edlen Wahrheiten, zur Zuflucht, den zehn Boddhisattva-Stufen, den Fünf Pfaden, usw. sowie zu den unermesslichen Qualitäten der Vier Körper und des Geistes eines Buddhas.

Das ‘Ornament der Klaren Erkenntnisse‘ (Abhisamayalamkara) wird in den tibetischen Klosteruniversitäten über viele Jahre hinweg studiert und ist vor allem in der Gelugpa Schule als wichtiges Grundlagenwerk des Mahayana hochgeschätzt. Es bildet die Grundlage für alle Texte der Lamrim Stufenwege. Im Westen wurde es selten in dieser Tiefe und Ausführlichkeit gelehrt.

In diesem Studien- und Praxisprogramm werden sich die traditionell tibetische Lehrweise und didaktische Methoden der modernen Erwachsenenbildung ergänzen. So sollen die Teilnehmenden dabei unterstützt werden, sich die tiefgründigen und verdichteten Inhalte vielseitig anzueignen und für den Alltag nutzbar zu machen.

MODALITÄTEN

Das gesamte Studienprogramm wird sich über mindestens 10 Wochenenden, verteilt auf etwa eineinhalb Jahre, erstrecken. Beginn ist 2022. 

Voraussetzungen: Gute Kenntnisse über den Stufenweg (Lamrim SP)

Fernstudium möglich: Das Studienprogramm wird dual, also als Präsenz- und ZOOM-Seminar durchgeführt und unter Beachtung des Datenschutzes aufgezeichnet. 

Studienmaterial: Schriftliche Unterlagen, sowie die Audio- und Video-Aufzeichnungen der Wochenendseminare werden für die Teilnehmer via dropbox verfügbar gemacht.

Interessierte können sich ab sofort unverbindlich auf eine Liste setzen lassen und erhalten dann bald vom Tibethaus Büro: info(at)tibethaus(dot)com  nähere Informationen. 

LEHRENDE UND ÜBERSETZER

Ehrw. Shenphen Rinpoche ist ein Gelugpa-Lehrer der jüngeren Generation, der in den Klöstern Ratö und Drepung seine philosophische Ausbildung absolviert und als Geshe Lharampa, dem höchsten Abschluss, beendet hat. Vom spirituellen Leiter und Gründer des Tibethauses, S. E. Dagyab Kyabgön Rinpoche, dem er sehr eng verbunden ist, wurde Shenphen Rinpoche eingeladen, nach Deutschland zu kommen und als Leiter des Bereichs Buddhismus im Tibethaus zu wirken. Seit 2017 lehrt er hier in Frankfurt fortlaufend unterschiedliche Studienprogramme und zeichnet sich dabei durch sein großes Fachwissen, gepaart mit Erfahrung, Bescheidenheit und Warmherzigkeit aus. Rinpoche lehrt in Tibetisch und wird ins Deutsche übersetzt. Er spricht ein wenig Englisch und Deutsch.

Claudia Frey studiert und praktiziert die tibetisch-buddhistische Philosophie und Psychologie seit 1981. Der Dalai Lama ist ihr Hauptlehrer, wobei sie durch die Jahre ebenfalls viele Lehrer/innen aller tibetischen Schulrichtungen und anderen Traditionen begleitet haben. Es ist der wissenschaftlich humanistische Ansatz, der im Buddhismus ausgeprägt ist, und jenseits von Religionen reicht, den sie vertritt. Claudia Frey lebt auf einer Alp im Wallis in der Schweiz. Sie ist ausgebildete Lehrerin, Kunst- und Ausdruckstherapeutin (MA, Studium in USA), Supervisorin/Coach und seit 1997 freiberuflich tätig. 2020 hat sie ein 12jähriges Studium (FPMT Master Program), das sie in einem Kloster in Frankreich sowie in Indien gemacht hat, abgeschlossen. Das ‚Ornament der Klaren Erkenntnisse‘ studierte sie in ihrer Ausbildung intensiv während drei Jahren. Sie ist Lehrerin im Tibethaus Deutschland in Frankfurt.

Tashi Penpa ist ein in der Schweiz lebender Tibeter und arbeitet in der Krankenpflege und Drogentherapie. Er praktiziert und studiert engagiert den buddhistischen Pfad und übersetzt seit vielen Jahren im Tibethaus und anderen Zentren Unterweisungen tibetischer Lamas ins Deutsche. Er ist begeistert vom Abhisamayalmkara und freut sich sehr auf ein vertieftes Studium dieses Werkes.