Chökor Tibethaus Journal

Chökor Tibethaus Journal 67

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in der vorherigen Ausgabe des Tibethaus Journals haben wir schon einen Auszug aus dem ersten Band von „Gyalwai Gongsel“, dem bedeutenden Werk des Dalai Lama veröffentlicht.

Im zweiten Ausschnitt zeigen sich wieder seine klaren, pragmatischen und gleichzeitig tiefgründigen Gedanken. Diesmal geht es um Mitgefühl als Gegenmittel zu Hass. Gefolgt wird der Artikel von einem Auszug aus dem teilweise in poetischer Sprache verfassten Lamrim-Kommentar des bedeutenden V. Dalai Lama, mit dem Seine Heiligkeit eine starke Verbindung und „Seelenverwandtschaft“ spürt.

„Tantra, Freude und die Dinge so zu sehen, wie sie sind“, so lautet der Text unseres spirituellen Leiters Dagyab Rinpoche, in dem er in einige grundlegende Gedanken zu dieser anspruchsvollen Form des Mahayana-Buddhismus einführt.

Es folgt eine Reflexion des jungen tibetischen Gelehrten Zong Rinpoche über den Zugang zur eigenen „inneren Welt“. Diese wird ergänzt durch den Artikel von Shenphen Rinpoche über die Kultivierung einer wohlwollenden Außenperspektive: „Höchste Wertschätzung für andere entwickeln“.

Wie real sind Buddhistische Höllen – sind sie lediglich ein psychologisches Phänomen? Dieser spannenden Frage nehmen sich die beiden Tibethaus Dharma-Tutoren Birgit Justl und Martin Brüger an.

Die daran anschließenden klaren und äußerst hilfreichen Aussagen des XIV. Dalai Lama zu einem aktuell vieldiskutiertem Thema veröffentlichen wir zu einer Zeit, in der es glaubwürdige Anschuldigungen gibt, dass einige tibetisch-buddhistische Meister ihre Macht missbrauchen und Schülerinnen und Schüler sexuell, emotional, spirituell oder finanziell für ihre eigenen Bedürfnisse ausbeuten. Seine Gedanken zu diesem Thema werden ergänzt durch die Kommentare von Dagyab Rinpoche und seiner Frau Norden, die den Schwerpunkt auf eine Reform des Lehrer-Schüler-Verhältnisses legen und an Eigenverantwortung und „sich auf Augenhöhe zu begegnen“ appellieren.

Die österreichische Journalistin Ursula Baatz schreibt anschließend über Missbrauchsursachen im allgemeinen spirituellen Kontext.

Die Rubrik Biographie erinnert gleich an drei bedeutende Männer, die mit Tibet eng verbunden sind: Puntsok Tsering Duechung schreibt über seinen Onkel Palden Gyatso, der 32 Jahre lang in tibetischen Gefängnissen gesessen hat. Darauf folgt ein Nachruf auf den tibetischen Arzt und Musiker Lobsang Palden Tawo. Ein Auszug aus der hoch interessanten und längst überfälligen Biographie zu Peter Aufschnaiter, der mit Heinrich Harrer nach Lhasa geflüchtet war, schließt sich an. Wir begrenzen uns dabei auf seine Zeit in Lhasa und Südtibet und legen den Fokus auf seine detaillierten Beschreibungen von Menschen, Landschaft und Geschichte.

Rudolf Högger von Tibet-Institut Rikon verdanken wir einen erkenntnisreichen Artikel über das Glückszeichen des Unendlichen Knoten.

Karsten Schmidt vermittelt danach seine durchaus kritischen Gedanken über das christliche Verhältnis zum Buddhismus.

Anschließend können Sie ein Interview mit dem jungen Tibeter Thoesam Rinpoche lesen, der aufgrund eines Stipendiums der Tibethaus Kulturstiftung an der Universität Hamburg Tibetologie studiert.

Am Ende folgt nach der Rubrik Tibethaus intern unser umfangreicher Service-Teil mit Programmankündigungen, Kontaktadressen und Buchrezensionen.

Wir wünschen Ihnen wieder viel Inspiration und Freude beim Lesen!

Ihre Elke Hessel

 

Erscheinungsweise: halbjährlich (Dezember und Juli/August). Auflage 1000. Die Zeitschrift Chökor wird an die Mitglieder des Vereins kostenlos, an alle weiteren Interessenten zum Abonnementspreis von EUR 15 pro Jahr in der BRD und EUR 18 pro Jahr im Ausland abgegeben. Ab Ausgabe 67 erhöht sich der Preis auf EUR 18 pro Jahr in der BRD und EUR 21 pro Jahr im Ausland. Haben Sie Interesse die Zeitschrift zu abonnieren? Für weitere Fragen sind wir gerne für Sie da unter info(at)tibethaus(dot)com